Die Fülle
Was darf ich annehmen?
14. Oktober
MEIN RITUAL DES EMPFANGENS
Suche dir einen ruhigen Platz.
Stelle deine Schale vor dich.
Zünde eine Kerze an.
Vielleicht legst du etwas hinein, das für das steht, was du dir selbst schenken möchtest.
Dann werde still.
Lege eine Hand auf dein Herz oder deinen Bauch.
Und sage – laut oder innerlich:
Ich darf empfangen.
Ich muss nicht alles alleine tragen.
Ich muss mir Ruhe nicht verdienen.
Ich darf Bedürfnisse haben.
Ich darf nehmen, was mir gut tut.
Ich darf genug sein.
Danach ein paar Minuten Stille.
Und anschließend die Frage:
Was möchte das Leben mir gerade geben, wenn ich aufhöre, alles kontrollieren zu wollen?
Du musst keine Antwort finden.
Vielleicht kommt eine.
Vielleicht auch nicht.
Vielleicht öffnest du aber auch eine Tür...
13. Oktober
Das wird die kleine Alltagsübung der Woche.
EIN TAG DES EMPFANGENS
Heute achte bewusst auf alles, was dir entgegenkommt.
Ein Lächeln.
Ein Kompliment.
Eine Tasse Kaffee.
Eine helfende Hand.
Eine Nachricht.
Sonne.
Ruhe.
Ein schöner Anblick.
Ein Essen.
Eine Berührung.
Zeit.
Und wann immer möglich:
Nicht erklären.
Nicht relativieren.
Nicht sofort zurückgeben.
Einfach:
Danke.
Was konnte ich heute empfangen?
Was fiel mir leicht?
Wo wurde es schwierig?
Was wollte ich sofort zurückgeben?
Was sagt mir das über mich?
12. Oktober
Bedürfnisse wahrnehmen
Heute machen wir eine kleine Körperübung.
Was brauche ich gerade?
Nicht:
Was sollte ich tun?
Sondern:
Was brauche ich?
Mein Körper braucht gerade …
Meine Gefühle brauchen gerade …
Mein Kopf braucht gerade …
Meine Seele / mein Inneres braucht gerade …
Dann:
Was davon kann ich mir selbst geben?
und:
Wobei brauche ich vielleicht einen anderen Menschen?
Das ist ein wichtiger Unterschied:
Selbstfürsorge bedeutet nicht, alles alleine machen zu müssen.
11. Oktober
MEINE SCHALE
Heute gestalten wir eine Schale.
Diese kann gemalt, collagiert, geklebt oder tatsächlich aus Ton geformt werden.
Die Frage lautet:
Womit möchte ich meine Schale füllen?
Aber nicht mit materiellen Dingen.
Vielleicht mit:
-
Ruhe
-
Nähe
-
Natur
-
Kreativität
-
Zeit
-
Berührung
-
Bewegung
-
Gemeinschaft
-
Alleinsein
-
Schönheit
-
Sicherheit
-
Leichtigkeit
-
Sinn
Dann stellen wir uns die Fragen:
Was davon erlaube ich mir bereits?
Was fehlt mir?
Was könnte ein kleiner erster Schritt sein?
Die Schale wird später auch für das Empfangsritual verwendet.
10. Oktober
Meine alten Sätze
WAS ICH GELERNT HABE
Vielleicht kennst du einen oder mehrere dieser Sätze:
Ich muss stark sein.
Ich darf niemandem zur Last fallen.
Ich muss erst etwas leisten.
Ich sollte nicht so viel brauchen.
Ich muss es alleine schaffen.
Andere sind wichtiger als ich.
Ich darf mich erst ausruhen, wenn alles erledigt ist.
Wenn ich Nein sage, enttäusche ich andere.
Dann:
Mein eigener Satz
Welche Sätze habe ich daraus für mich abgeleitet?
„Ich muss …“
„Ich darf nicht …“
„Ich sollte …“
Und dann überlege bitte:
Woher kenne ich diesen Satz?
Nicht zwingend „Wer hat ihn mir gesagt?“.
Sondern:
Wann in meinem Leben war dieser Satz vielleicht einmal hilfreich?
Und:
Wie würde ein neuer, freundlicherer Satz heute lauten?
Mein persönliches Buch der Fülle
Bitte schreib mir einfach eine Mail, dann schicke ich es dir zu.
9. Oktober
Mein persönliches „Genug“
Zeit für eine kleine Schreibpause...
DIE FRAGE NACH DEM GENUG
Nicht:
Was fehlt mir noch?
Sondern:
Woran erkenne ich, dass etwas genug ist?
Bitte vervollständige die folgenden Aussagen:
Für meinen Körper ist genug …
Für meine Arbeit ist genug …
Für meine Beziehungen ist genug …
Für mein Zuhause ist genug …
Für meine Leistung ist genug …
Für meine Freizeit ist genug …
Für mich selbst ist genug …
Dann die tieferen Fragen:
Wo in meinem Leben kenne ich eigentlich kein „Genug“?
Und:
Was glaube ich würde passieren, wenn ich dort einmal wirklich genug hätte?
8. Oktober
Willkommen in der zweiten Woche unseres Pfades.
In der vergangenen Woche haben wir zurückgeschaut.
Wir haben gesammelt, wahrgenommen und vielleicht auch Dinge entdeckt, die wir längst wieder vergessen hatten.
Unsere persönliche Ernte.
Und vielleicht hast du dabei bemerkt:
Es gibt mehr, als ich dachte.
Mehr Erfahrungen.
Mehr Menschen.
Mehr Kraft.
Mehr Erkenntnisse.
Mehr Leben.
Heute möchte ich dich zu einem nächsten Schritt einladen.
Und dieser Schritt klingt vielleicht ganz einfach:
Empfangen.
Doch wenn du einmal ganz ehrlich in dich hineinspürst:
Wie leicht fällt dir das eigentlich?
Kannst du ein Kompliment einfach annehmen?
Ohne es sofort kleiner zu machen?
Kannst du Hilfe annehmen?
Ohne das Gefühl zu haben, etwas zurückgeben zu müssen?
Kannst du dir Ruhe erlauben?
Ohne vorher alles erledigt zu haben?
Kannst du etwas Schönes genießen?
Ohne dabei schon an morgen zu denken?
Und kannst du manchmal einfach etwas bekommen,
ohne dafür etwas leisten zu müssen?
Viele von uns haben früh gelernt, dass Geben etwas Gutes ist.
Wir helfen.
Wir kümmern uns.
Wir sind zuverlässig.
Wir funktionieren.
Wir übernehmen Verantwortung.
Und all das kann wunderbar sein.
Doch manchmal vergessen wir dabei eine andere Bewegung:
das Empfangen.
Vielleicht kennst du den Satz:
„Ich komme schon alleine zurecht.“
Vielleicht hast du gelernt, deine Bedürfnisse eher klein zu halten.
Vielleicht möchtest du niemandem zur Last fallen.
Vielleicht fällt es dir leichter, anderen etwas zu schenken, als selbst ein Geschenk anzunehmen.
Vielleicht glaubst du tief in dir:
Erst muss ich etwas leisten. Dann darf ich mich ausruhen.
Oder:
Erst müssen die anderen versorgt sein. Dann komme ich.
Oder:
Ich darf nicht zu viel brauchen.
Diese Woche wollen wir diese alten Muster nicht bekämpfen.
Wir wollen sie kennenlernen.
Mit Freundlichkeit.
Denn auch sie haben wahrscheinlich einmal einen guten Grund gehabt.
Vielleicht haben sie dir geholfen, zurechtzukommen.
Vielleicht haben sie dich unabhängig gemacht.
Vielleicht haben sie dich geschützt.
Und trotzdem darfst du heute beginnen zu fragen:
Brauche ich das noch?
Fülle bedeutet für mich nicht, dass wir uns möglichst viel ins Leben holen.
Fülle bedeutet auch nicht, dass immer alles schön und leicht sein muss.
Fülle kann etwas viel Einfacheres sein:
Ich nehme wahr, was ich brauche.
Ich erlaube mir, es zu empfangen.
Und manchmal bedeutet Fülle sogar:
Ich erlaube mir, nichts zu tun.
Ich erlaube mir, müde zu sein.
Ich erlaube mir, Hilfe zu brauchen.
Ich erlaube mir, nicht stark zu sein.
Ich erlaube mir, einfach da zu sein.
Deshalb möchte ich dich in dieser Woche zu einem kleinen Experiment einladen.
Wenn dir jemand etwas Gutes tut, antworte nicht sofort mit einem Gegengeschenk.
Wenn dir jemand ein Kompliment macht, erkläre nicht, warum es eigentlich gar nicht stimmt.
Wenn dir jemand Hilfe anbietet, sage nicht automatisch Nein.
Probiere stattdessen einmal:
Danke.
Und dann spüre nach.
Was passiert in dir?
Wird es warm?
Wirst du unruhig?
Möchtest du das Geschenk sofort zurückgeben?
Entsteht vielleicht sogar ein schlechtes Gewissen?
Alles darf da sein.
Du musst nichts verändern.
Nur wahrnehmen.
Denn genau dort beginnt diese Woche.
Nicht mit dem Versuch, ein anderer Mensch zu werden.
Sondern mit der Erlaubnis,
dich selbst ein wenig besser kennenzulernen.
Und vielleicht entdeckst du dabei etwas ganz Einfaches:
Du musst dir deine Daseinsberechtigung nicht verdienen.
Du bist bereits da.
Und vielleicht ist genau das der erste Schritt in eine andere Form von Fülle.
Willkommen in Woche zwei.
Diese Woche darfst du üben:
ZU EMPFANGEN
P.S. Hast du schon dein persönliches Begleitbuch zum Pfad der Fülle?
Das Buch der Fülle
Bitte schreib mir einfach eine Mail, dann schicke ich es dir zu.
Glücks Retreat
Kreativität und Selbsterfahrung
Kommen Sie mit auf Ihre ganz persönliche Glücksreise.
Lassen Sie den Alltag für ein paar Tage hinter sich.
Werden Sie still.
Werden Sie kreativ.
Hören Sie sich selbst zu.
Und finden Sie heraus, was Sie wirklich glücklich macht.
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RAUNACHT RETREAT
Heilhof Vulkaneifel
Die Raunächte sind eine besondere Zeit.
Eine Zeit zwischen den Zeiten.
Zwischen dem, was war, und dem, was werden möchte.
Eine Zeit des Innehaltens, des Rückblicks und des Loslassens – aber auch eine Zeit, in der neue Bilder, Wünsche und Möglichkeiten entstehen dürfen.
Wir laden Sie ein, diese besondere Zeit nicht einfach verstreichen zu lassen, sondern sie ganz bewusst zu erleben.
Achtsam. Kreativ. Persönlich. In Gemeinschaft – und mit ganz viel Raum für sich selbst.
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